GENERALDIREKTOR SCHWITZKE

GENERALDIREKTOR SCHWITZKE

May 28, 2026Björn Kroner
Liebe Freunde,

es gibt einen wunderbaren Satz in einem Gedicht von Martin Walser. Er lautet: „Dem Gehenden schiebt sich der Weg unter die Füße“. Das Gedicht heißt „Mut“ und ich kann euch versprechen, es gibt noch mehr solcher großen Sätze darin. Sali und mich begleitet dieses Gedicht schon lange, es steckt alles darin, was man braucht, wenn man das Leben als Abenteuer und großen Gestaltungsraum versteht.

Der Satz meint: Wenn man den Hintern einmal hochbekommt, wenn man aufbricht zu einer ganz neuen Situation, wenn man die berühmte „Komfort-Zone“ wirklich und tatsächlich verlässt, dann, ja dann hat man auch einfach mal Glück. Unser Glück heißt in diesem Fall Markus. Eigentlich wird er von uns nur „Generaldirektor Schwitzke“ genannt, aber dazu später.




Im letzten Newsletter hatte ich ja bereits erwähnt, unsere Transformationsreise ist mehr als „nur“ ein Umzug von Berlin in die Stille und Weite der Wesermarsch direkt hinter dem Deich. Unser Wandel bezieht sich auch auf unsere Firma. Und hier kommt der „Generaldirektor“ ins Spiel. Seine Geschichte mit uns beginnt zu einem Zeitpunkt, da wusste er noch nicht mal, dass es uns gibt. Denn es fing so an: Irgendwann im letzten Jahr fragten wir uns, wie es mit dem Retail-Geschäft weiter gehen sollte. Irgendwie war eine seltsame Lage entstanden. Mit unseren Landpartien, ihr habt es ja gesehen, waren wir eigentlich total erfolgreich, aber zu zweit irgendwie auch nicht in der Lage, das Geschäft weiterzuentwickeln. Zumal Sali ein recht gutes Angebot eines renommierten Verlages in München bekommen und dort als Herausgeber angefangen hatte. Wie sollte es mit unserem Geschäft weitergehen?

Mit dieser Frage beginnt dieser Teil der Geschichte. Sali beschloss, Fritz anzurufen. Fritz ist Salis ältester Freund, beide sind zusammen in der Vorstadt aufgewachsen, ihr Spielplatz war der elterliche Schrebergarten. Sie kennen sich ein Leben lang. Irgendwie haben es beide aus der Vorstadt herausgeschafft, Sali ist seinen ja doch auch eher ungewöhnlichen Weg gegangen und Fritz ist ein recht erfolgreicher Geschäftsmann geworden. Er, bzw. jemand aus seinem Netzwerk, sollte sich unser kleines Geschäft einmal anschauen und beurteilen, was wir da in zwei harten, sehr arbeits- und erfolgreichen Jahren aufgebaut hatten. Und genau hier passiert bereits die erste, höchst merkwürdige Sache. Fritz schaut nicht in seinem Business-Netzwerk nach einem passenden Berater, er schaut über den Gartenzaun. Und schickt uns seinen Nachbarn Markus. Er hatte da so ein Gefühl...




Wir treffen uns zum ersten Mal bei „ZEIT für Brot“ am Savigny-Platz in Berlin, er hat nicht mehr als eine Stunde Zeit. Aber mehr brauchen wir auch gar nicht, uns ist sofort klar: Das passt, nicht nur menschlich, denn wir verstehen uns auf Anhieb. Markus ist auch sehr schnell klar, was wir da aufgebaut haben. Er versteht sofort die tolle, rosa Markenwelt, das spezielle, bunte Sortiment für das die Marke „Björn Kroner“ steht, die Menschen, die uns tragen und uns ein so tolles Feedback geben, die Life-Events und Bühnenshows, die ich nicht nur auf unseren Landpartien veranstalte. Er versteht sofort, dass man daraus wirklich etwas machen kann.

Und er glaubt das so sehr, dass er sich vorstellen kann, seinen Job als Manager bei Westwing aufzugeben und selbst in unser Geschäft einzusteigen. Vorausgesetzt, wir finden einen Investor, der das Kapital für Entwicklung und Wachstum bereitstellt. Hier passiert die zweite etwas verrückte Sache, denn dieser Investor ist schon da. Es ist der, der den Mann auf der anderen Seite des Gartenzaums zu uns geschickt hat, es ist Fritz. Und es ist eine gute Sache, dass Fritz nicht gerade ein Neuling auf dem Gebiet der Investitionen ist. Er tut das beruflich, und zwar sein Leben lang. Recht schnell (es passierte alles ohnehin rasend schnell, alles vor Weihnachten, super Ruckizucki!) treffen wir uns alle in Düsseldorf, um die wichtigsten Fragen zu klären. Für den Workshop beraumen wir einen ganzen Tag an. Am Ende brauchen wir nur knapp zwei Stunden. Wir sind uns in allem einig, wir glauben an das Potenzial, wir wollen zusammenarbeiten und sowieso ist es immer hilfreich, wenn sich Menschen ein ganzes Leben lang kennen. Tja, und so kam Markus in unser Leben und es ist vermutlich ein gutes Zeichen, dass er sich bereits beim ersten Workshop in Düsseldorf gleich einen Spitznamen verdiente: GENERALDIREKTOR SCHWITZKE.  




Wir denken, das klingt gut und trifft es auf den Punkt. Er ist übrigens nicht nur ein Typ mit dem man sich recht schnell, recht gut versteht und mit dem man gerne arbeiten will. Er ist nicht nur sympathisch, was schon mal eine Grundvoraussetzung ist (allein seine nette und wirklich ganz zauberhafte Familie!!!). Der Generaldirektor ist auch schlau! Er weiß, was er tut. Er ist gelernter Designer mit Schwerpunkt Marke und Shop-Design, hat ein gewichtiges Buch über die Zukunft und wichtige Aspekte des Retails geschrieben und u.a. die erfolgreiche Marke „Paper & Tea“ aufgebaut. Er ist Profi und – Oh Wunder! – genau der Typ, den wir gebraucht haben. Wenn einer wie Markus sagt „Ich glaube, da kann man was draus machen!“, dann hat das ein bestimmtes Gewicht.





Als erste Maßnahme in seinem neuen Wirkungsbereich hat er übrigens etwas getan, was uns alle sehr beeindruck hat: Markus hat an allen Sommer-Landpartien teilgenommen, die es gab. Er wollte das Geschäft spüren und komplett verstehen, wie sind das anfühlt, wie die Sache läuft, wenn wir unser schönes Sortiment über die Schlösser und Burgen des Landes fahren. Ihr alle habt ihn sicherlich auch auf unserem Stand gesehen. Mit den Erfahrungen, die er in dieser Sommer-Saison gesammelt hat, wird er nun ab Herbst unser Geschäft „ausrollen“ und das Potenzial heben, das wir alle in unserem Geschäft sehen. Aber über unsere Pläne schreibe ich jetzt erstmal nichts. Das kommt noch. Nur so viel: Es bleibt und wird extrem spannend. Und natürlich halten wir euch an dieser Stelle auf dem Laufenden!

Manchmal, liebe Freunde, hat man einfach nur Glück. Man muss sich nur etwas bewegen und sich auf die Reise machen. Uns jedenfalls hat sich der Weg aber sowas von unter die Füße geschoben, wenn das Leben ein Laufband wäre, dann laufen wir gerade auf Stufe 10.
 
Bis ganz bald mit neuen Neuigkeiten!

Euer 
Björn


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