Liebe Freunde,
ist es denn zu fassen? Die Sommer-Landpartie-Saison ist tatsächlich schon wieder vorbei, unser Programm ist abgespielt. Unglaublich eigentlich, die Zeit ging vorbei wie im Fluge. Gerade haben wir, trotz recht bescheidenem Wetter, erfolgreich mit Schloss Lembeck die letzte Veranstaltung bespielt. Das Wetter hat diesmal nur so semi mitgespielt, aber das ist eben das Risiko von Landpartien. Trotzdem sind wir zufrieden.

Und was bleibt jetzt? Einfache Frage, einfache Antwort: Ganz viel!
Zunächst einmal der Dank an Euch! Danke, es war mir ein Vergnügen. Das letzte Mal habe ich ja über unseren „Generaldirektor Schwitzke“ berichtet, den Top-Manager, der bei uns angeheuert hat um das Geschäft zu entwickeln. Ihr wart und seid einer seiner Gründe, warum er das tut. Und für mich seid ihr der Grund, warum ich so gerne weitermache, auch wenn die Tage und die Tour über die Schlösser und Burgen des Landes manchmal etwas anstrengend ist. Es ist einfach schön, Euch zu treffen - auf Gut Kump, auf Schloss Monrepos, auf Adendorf, Gödens oder Lembeck. Auf einen Rummel-Rosé oder einen weißen Amaretto.


Am Anfang der Saison steht ja immer die etwas bange Frage, ob die Freunde die neue Kollektion annehmen, ob wir richtig eingekauft und unser Sortiment gut kuratiert haben. Dieses Jahr war das besonders spannend, denn wir haben ja durchaus viel Novitäten gezeigt und eigentlich angefangen, die Kollektion komplett neu zu denken. Ich glaube, manchen ist das gar nicht aufgefallen, was irgendwie auch ein gutes Zeichen ist. Von vielen haben wir aber auch ein wirklich tolles Feedback bekommen für alles das, was wir neues eingekauft haben. Auch dafür Danke!
Uns war von Anfang an wichtig, das Manufakturenthema im Sortiment zu stärken, internationaler zu werden und vor allem witzig und einzigartig zu bleiben.
Mit Markus bin ich z.B. für die neue Kollektion nach Paris gefahren und wir haben da auf der Maison Objet intensiv an den neuen Marken und Manufakturen gearbeitet. Wobei arbeiten ein durchaus dehnbarer Begriff ist, in diesem Fall hat „Arbeit“ einfach unsäglich viel Spaß gemacht und ist mir durchaus nicht als Arbeit vorgekommen. Herausgekommen ist z.B. die Manufaktur „QDB“. In unserer Wahl für dieses Label war auch noch der große Wunsch enthalten, das Thema „Upcycling“ aufzugreifen. Aber eben nicht einfach so, sondern mit einem echt smarten, kreativen Ansatz. Tja, und da hat es mit „QDB“ eben total schnell gefunkt. Alle Produkte von denen (QDB steht „Q de Bouteilles“) sind tatsächlich aus alten Weinflaschen produziert, auch wenn man das auf den ersten Blick nicht sieht. Markus und ich waren sofort begeistert vom französischen Label und den jungen Designern dort aus Le Touquet. Ist es nicht verrückt, was die aus Glasflaschen alles zaubern?
Und auch hier: Danke, dass Ihr das so gut angenommen habt.

Na ja und dann war da noch die Sache mit HOOGELAND! Um es kurz zu machen: Verrückt geht nur mit mutig! Das war der Gedanke, als wir uns entschlossen haben, diese holländische Kerzenmanufaktur ins Programm aufzunehmen. Letztendlich war es ein Experiment, verbunden mit der Frage ob auch dieses wirklich außergewöhnliche Produkt von euch angenommen werden würde. Vor allem, das gebe ich gerne und ganz offen zu, für diesen Preis. HOOGELAND ist ganz alt – und ganz jung zugleich. Die Manufaktur gibt es bereits seit 1770, sie ist eine der ältesten Manufakturen für Altarkerzen überhaupt und hat sich, im tiefen Bewusstsein für die Spiritualität und kulturelle Bedeutung von Kerzen und Kerzenlicht, gerade eben ganz neu erfunden. Es sind die besten, nachhaltigsten, dauerhaftesten, aber eben auch die ungewöhnlichsten Kerzen, die wir je gesehen hatten. Holländer können eben Design. Aber so schockverliebt wir in diese sehr besonderen Kerzen waren, so unsicher waren wir auch! Nach der Saison sind wir jetzt schlauer. Ihr seid genau die richtigen für ein solches Produkt. Danke, dass ihr auch bei dieser „Verrücktheit“ mitgegangen seid.



Spontane Musikeinlage auf unserem Stand von den »Akustischen 4«
So schön die Sommer-Landpartien auch waren und so schade es ist, dass alles schon wieder vorbei ist, so sicher ist auch: Der Sommer ist noch nicht vorbei. Er fängt gerade erst an. Ich habe jetzt einige Wochen, in denen es etwas ruhiger zugeht und ich kann endlich in meinem neuen Zuhause am Deich so richtig ankommen. Auf der Agenda steht jetzt mein Atelier, das renoviert und eingerichtet werden muss. Ich freue mich wie Bolle über diesen völlig ungewöhnlichen Arbeitsraum. Darüber berichte ich dann in einem der nächsten Newsletter.
In etwa sieben Wochen geht es dann wie stets und immer los in die Toskana. In diesem Jahr begleiten uns insgesamt 5 Patenkinder und es warten freudvolle, recht lustige Wochen auf uns. Auch darüber werde ich berichten.
Bis dahin wünsche ich Euch sonnige, ruhige Tage und einen tollen Sommer-Anfang!
Euer
Björn
Björn