Liebe Freunde,
es könnte sein, dass ich im nächsten Newsletter eine kleine Bombe platzen lasse. Oder womöglich auch eine etwas größere. Ich verrate vorerst noch nichts und lasse euch – gemeinerweise – im Ungewissen. Aber ich sagte ja bereits: Wir sind in der Transformation und mein Newsletter ist gerade so etwas wie mein Reisetagebuch.
Vorerst tut sich viel im Hintergrund und der Vordergrund bleibt seltsam ... tja ... irgendwie zwischen den Ereignissen. Die Sommerlandpartien sind vorbei, aber der Sommer fängt jetzt erst richtig an. Andererseits: Unsere geliebte Toskana ist auch noch etwas weit entfernt, man ist noch gar nicht richtig in Urlaubslaune.
Es gibt viel zu viel zu tun.
Viel eher denke ich an die eine große Sache innerhalb unsere Wandels, den Umzug an den Deich. Viel Zeit habe ich bei all der Reiserei und all dem „Hintergrund“ eigentlich gar nicht, dort oben richtig anzukommen und irgendwie einmal richtig „da“ zu sein. Aber wenn, dann sitze ich in unseren Adirondeckchairs, schaue in das weite Land und staune.
Diese Luft hier hat der liebe Gott doch nur angerührt um mal so richtig zu zeigen, was er draufhat.

Und dann diese Sonnenuntergänge!
Da zeigt er so richtig, wo der Hammer hängt. Man sitzt da, das Glas Chablis in der Hand und kann es eigentlich nicht fassen, was da ganz in der Ferne am Horizont passiert, wenn der Tag zur Neige geht.
Tja, hier sind wir also jetzt gelandet. Und aufgebrochen sind wir in der Bismarck Straße mitten in Berlin, eine 6-spurige Prachtstraße, die selbst in der Nacht noch heftig befahren ist. Und dann jetzt das.
Stille. Seeluft. Weiter Himmel, Möwen in der Luft, vor uns die Limousin-Rinder unseres Nachbarn Gerd. Die kommen regelmäßig jeden Abend bis ganz an den Rand unseres Grundstücks und sagen Hallo!

Was haben wir uns bloß dabei gedacht, hierhin zu ziehen?
Ehrlich gesagt: Gar nichts. Wir haben es einfach geschehen lassen, neugierig auf das, was passiert, wenn man eben nicht allzu viel nachdenkt und dem Leben die Chance gibt, sich einfach mal selbst zu entfalten. Und natürlich auch geleitet von der etwas esoterischen Vorstellung, dass dieses so besondere Haus uns gerufen hat. Das Peter-Kuckei-Haus, das wirklich jeder hier im Landkreis kennt. Es wollte uns.
Schauen wir also mal, was passiert, wenn wir uns hier so richtig eingefummelt haben und vor allem mein Atelier eingerichtet ist. Das wird dann das Zentrum meiner „medialen Berichterstattung“ und ich kann es gar nicht erwarten. Noch ein paar Wochen und dann funke ich von einem wirklich sehr besonderen Ort. Und dieser Ort ist nicht das, was man zuerst denkt, wenn man uns besuchen kommt. Unsere Freunde, die natürlich das Haus sehen wollen, rufen manchmal aus:
Mein Gott, das ist hier ja wirklich am „Arsch der Heide“.
Ich antworte dann: Wenn überhaupt, ist das der „Arsch der Marsch“, der Wesermarsch. Und so sieht es tatsächlich auch aus. Zwei Meter vom Grundstück endet das Land und das große Meer beginnt. Wer uns besucht, fährt erstmal kilometerlang am Deich entlang oder durch das flache Land der Wesermarsch. Irgendwie aber trügt der Eindruck. In Berlin ist nur Berlin. Von dort aus ist alles weit weg. Man fährt 300 Kilometer und was kommt dann? Hannover! Wenn man einmal unsere Reisetätigkeit recht betrachtet, dann sind wir an allem näher dran. Schwups auf den Ostfriesenspieß und man ist im Münsterland, wo meine Familie lebt, im Ruhrgebiet, wo die meisten unserer Freunde leben oder in Düsseldorf, wo die neue Firma beheimatet ist.
Alles eine Frage der Perspektive! Und die ist, das muss man sagen, hier viel, sehr sehr viel weiter geworden. Unter einem Himmel, der größer nicht sein könnte und uns manchmal den Atem raubt, so schön ist das, was wir sehen.
Bis zum nächsten Newsletter wünsche ich euch herrliche Sommertage und den einen oder anderen Apérol!
Euer Björn